Institut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugantrieb (IVK)

Über uns

Hier finden sich Informationen rund um das Institut

Universitäre Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Kraftfahrzeug- und Motorentechnik

Das Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen IVK gehört zur Fakultät für Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik der Universität Stuttgart und beschäftigt sich mit der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Kraftfahrzeug- und Motorentechnik. In Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart, kurz FKFS, wird die universitäre Grundlagenforschung mit angewandter Auftragsforschung verbunden. Das Institut beheimatet zudem das Renn-, Green- und ein Driverless-Team der Universität Stuttgart, welche sehr erfolgreich studentische und autonom fahrende Rennfahrzeuge für den Formula Student Wettbewerb entwickeln.

 

Die drei Lehrstühle des Instituts sind:

  • Lehrstuhl Kraftfahrwesen von Prof. Dr.-Ing. Andreas Wagner
  • Lehrstuhl Kraftfahrzeugmechatronik von Prof. Dr.-Ing. Hans-Christian Reuss
  • Lehrstuhl Fahrzeugantriebe von Prof. Dr.-Ing. Michael Bargende

Die Arbeitsfelder des Bereichs Fahrzeugantriebe sind Thermodynamik und Brennverfahren, Abgasanalytik und Entwicklungstools, Motorakustik und -mechanik, Prüfstandtechnik, Verbrennungsmotoren, 0D / 1D Simulation.Schwerpunkte liegen in der Wirkungsgradsteigerung und Emissions- sowie Geräuschminimierung von Fahrzeugantrieben. Hierbei stehen die systemische Optimierung von verbrennungsmotorischen Antrieben (Otto- und Dieselmotoren) sowie von Hybrid- und Brennstoffzellenantrieben besonders im Fokus.

Der Bereich Kraftfahrwesen beschäftigt sich vor allem mit den Eigenschaften des Gesamtfahrzeugs sowie deren Auslegung und Optimierung durch virtuelle Methoden. Zentrale Forschungsschwerpunkte sind dabei Fahrzeugaerodynamik und Windkanaltechnik, Fahrdynamik und Fahrkomfort, Fahrzeugakustik und -schwingungen sowie Thermomanagement im Experiment und in der Simulation.

Die Kraftfahrzeugmechatronik beschäftigt sich mit den Arbeitsfeldern Bordnetz, Energiemanagement, Vernetzung und E / E-Architektur, Autonomes Fahren, Funktions- und Softwareentwicklung, Modellierung und Simulation, Elektromobilität, alternative Antriebe, Test und Diagnose.

Studiengang Fahrzeug- und Motorentechnik

Im Studiengang Fahrzeug- und Motorentechnik wird den Studierenden Wissen aus den Bereichen Fahrzeugantriebe, Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik vermittelt. Hierzu gehören die Themen alternative Kraftstoffe, Aerodynamik und Akustik. Auch die Elektrifizierung des Fahrzeugs sowie die Funktion von Steuergeräten und Software sind Bestandteil der Lehrveranstaltungen. Die Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen wird bereits seit einigen Jahren in den Vorlesungen der FMT behandelt. Aufgrund der gestiegenen Bedeutung widmet die Universität Stuttgart diesem Thema seit dem Wintersemester 2017 / 2018 ein neues Spezialisierungsfach im Masterstudiengang FMT. Unter Führung des IVK und des Instituts für Automatisierungstechnik und Softwaresysteme IAS wurde dafür ein fakultätsübergreifendes Vorlesungsangebot erarbeitet.

Die Prüfstände des Instituts

Das Institut stellt zahlreiche hoch spezialisierte Prüfstände zur Verfügung,
Erfahren Sie mehr auf den Detailseiten der Prüfeinrichtungen.

Historie

Im Jahr 1930 wurde Prof. Dr.-Ing. Wunibald Kamm als erster Ordinarius auf den Lehrstuhl für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren an der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart berufen. Im gleichen Jahr gründete Wunibald Kamm das private und gemeinnützige "Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS)", das dem Unterricht der Studierenden der Technischen Hochschule diente und als wissenschaftliches Institut der TH Stuttgart angeschlossen war. Wunibald Kamm baute das FKFS zum größten und wissenschaftlich führenden Forschungsinstitut auf dem Gebiet des Kraftfahrwesens aus. Neben zahlreichen grundlegenden Arbeiten zu Kraftfahrzeugen und ihren Motoren war die Kraftfahrzeug-Aerodynamik immer ein besonderer Schwerpunkt. Professor Kamm entwickelte mit dem K-Wagen den Prototyp eines aerodynamisch innovativen Personenwagens und baute den ersten 1:1-Windkanal für Kraftfahrzeuge.

Nach 1945 wurde diese Tradition von seinem Nachfolger, Prof. Dr.-Ing. Paul Riekert, fortgesetzt, der 1949 als ordentlicher Professor Inhaber des oben genannten Lehrstuhls und in Personalunion Direktor des FKFS wurde. Paul Riekert übernahm den Wiederaufbau des Forschungsinstituts. Schon in den 30-iger und 40-iger Jahren widmete sich Professor Riekert intensiv der Fahrdynamik. Nach Kriegsende und Wiederaufbau setzte er seine Forschungsarbeit auf diesem Gebiet fort und entwickelte den »Stuttgarter Reibungsmesser« zur Bestimmung der Griffigkeit der Reifen-Fahrbahn-Kombination. 1967 wurde die Technische Hochschule Stuttgart zur Universität Stuttgart umbenannt. In dieser Zeit entstand der Gedanke das Forschungsinstitut von den Aufgaben aus Lehre und Forschung des gleichnamigen Lehrstuhls zu trennen. Zu diesem Zweck wurde 1970/71 das Doppelinstitut IKUV der Universität Stuttgart gegründet, welches aus zwei völlig selbständigen, jedoch über gemeinsame zentrale Einrichtungen verbundenen Instituten bestand. Zur Abgrenzung der Arbeitsgebiete beider Einzelinstitute wurden diese als "Institut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren (IKF)" und "Institut für Verbrennungsmotoren und Arbeitsmaschinen (IVA)" bezeichnet.

 

 

 

 

 

 

1971 übernahm Prof. Dr.-Ing. Ulf Essers den Lehrstuhl für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren der Universität Stuttgart, wurde Direktor des gleichnamigen Universitätsinstituts IKF und in Personalunion Vorstand des FKFS. Neben seinen Aufgaben in Forschung und Lehre plante er den Institutsneubau auf dem Universitätsgelände in Stuttgart - Vaihingen. 1975 wurde der Grundstein für den Neubau des Doppelinstituts IKUV, bestehend aus IKF (Prof. Essers) sowie IVA (Prof. Huber), gelegt. Nach dem überraschenden Tod von Prof. Huber wurde das verwaiste IVA zum "Institut für Technische Verbrennung ITV" umgewidmet. Das Fachgebiet Verbrennungsmotoren wurde an das IKF angegliedert, das daraufhin zum "Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK)" umbenannt wurde. Der Neubau wurde 1978 von IVK und FKFS bezogen und 1988 um eine Windkanalanlage mit einem Modellwindkanal und einen 1:1-Fahrzeugwindkanal erweitert. Professor Essers begründete den neuen Forschungsschwerpunkt »Geräuschminderung an Kraftfahrzeugen und Motoren«. Neben zahlreichen Projekten zur Geräuschminderung an Motoren und Reifen wurden mehrere lärmarme Nutzfahrzeuge entwickelt und in Prototypen dargestellt. Moderne Motorenprüfstände, auf dem neuesten Stand der Technik und ausgestattet mit der zugehörigen Messtechnik, waren die Basis für eine erfolgreiche Forschung an Motoren. Ein Schwerpunkt in diesem Forschungsgebiet war die Verwendung alternativer Kraftstoffe. 1993 wurde der Fahrzeugwindkanal zum Aeroakustik-Kanal aufgerüstet und damit zum leistungsfähigsten Aeroakustik-Fahrzeugwindkanal Europas.

Mit der Emeritierung von Professor Essers im Jahr 1998 wurden in IVK und FKFS strukturelle Veränderungen vorgenommen. Künftig sollten drei Lehrstühle, von denen zwei von der Automobilindustrie gestiftet wurden, für die anstehenden Aufgaben im Institut verantwortlich sein. Bereits 1998 folgte Prof. Dr.-Ing. Jochen Wiedemann als Nachfolger von Prof. Essers auf den Lehrstuhl Kraftfahrwesen. Im gleichen Jahr wurde Prof. Dr.-Ing. Michael Bargende auf den Lehrstuhl Verbrennungsmotoren berufen. Im Jahr 2004 wurde schließlich der Lehrstuhl Kraftfahrzeugmechatronik mit Prof. Dr.-Ing. Hans-Christian Reuss besetzt. Alle drei Lehrstühle wurden im Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) der Universität Stuttgart zusammengefasst. Die drei Professoren übernehmen gemeinsam die Institutsleitung des IVK und sind Vorstandsmitglieder des FKFS, der Vorsitz wechselt alle zwei Jahre.

Prof. Dr.-Ing. Andreas Wagner übernimmt zum 1. März 2019 den Lehrstuhl Kraftfahrwesen am Institut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren IVK der Universität Stuttgart. Gleichzeitig wechselt er in den Vorstand des Forschungsinstituts für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart FKFS, da Professur und Mitgliedschaft im FKFS-Vorstand in Personalunion besetzt werden. In beiden Funktionen tritt er die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Jochen Wiedemann an.

Kooperation IVK - FKFS

FKFS - Partner der internationalen Automobil- und Zuliefererindustrie

Mit der Kooperation des FKFS ist es dem IVK möglich, universitäre Grundlagenforschung mit angewandter Auftragsforschung zu kombinieren.

Heute ist das FKFS als Partner der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie ein namhafter deutscher Entwicklungsdienstleister. Über 140 engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter treiben Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Antrieb, Fahrzeug und Kraftfahrzeugmechatronik voran. Dank hoch spezialisierter Prüfstände, eigener, am FKFS entwickelter Mess-, Prüf- und Simulationsverfahren können komplexe und anspruchsvolle Problemstellungen gelöst werden. Hinzu kommt die langjährige Erfahrung mit der Entwicklung und Anwendung von Entwicklungstools. Gerade weil das FKFS an vorderster Front Forschungsarbeit für die Automobilindustrie betreibt, ist die absolute Geheimhaltung der Projekte ein ungeschriebenes Gesetz.

Ein Kooperationsvertrag mit dem Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen IVK definiert die Randbedingungen der Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart.

 

Die unabhängige Stiftung

Das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart FKFS ist eine unabhängige Stiftung öffentlichen Rechts. Sie erhält keine Grundfinanzierung von der öffentlichen Hand.

Seine Gründung im Jahr 1930 verdankt das Institut dem Wegbereiter der modernen Kraftfahrtechnik und Professor für Kraftfahrwesen, Wunibald Kamm. Schon frühzeitig standen im unterdessen führenden Institut Modellwindkanäle zur Verfügung, ab 1940 sogar ein 1:1 Fahrzeugwindkanal

 

Weitere Informationen zum FKFS finden sie hier: FKFS

 

Zum Seitenanfang